Vorsorge in puncto Gesundheit: Ein Plädoyer für den Hund


Veröffentlicht am 09.05.2015 von Alex

gesundheitsvorsorge-hundHunde sind bekanntlich nicht nur der beste Freund des Menschen. Ein Hund als Haustier ist auch eine hervorragende Gesundheitsvorsorge. Die trimeda-Redaktion hat ein paar Gründe zusammengetragen, warum Sie auf den Hund kommen sollten.

Bildquelle: KatrinKerou / pixelio.de
Ein Hund fordert seinen täglcihen Auslauf – bei Wind und Wetter. Das sorgt für starke Abwehrkräfte bei Herrchen und Frauchen. Dank der Gassi-Runden steigt auch der Fitnessgrad.

 

Der Bundesbürger liebt sein Haustier und gibt entsprechend viel Geld aus. Milliarden werden Jahr für Jahr im Heimtierbedarf umgesetzt für Futter, Spielzeug und weiteres Zubehör. Egal, ob Hund, Katze, Meerschweinchen oder Wellensittich: Die Haustiere sind vielfach wie Familienmitglieder und ihren Besitzern entsprechend lieb und teuer. Im Laufe eines Hundelebens kann die Summe eines Kleinwagens zusammenkommen: Hundesteuer, Hundehaftpflicht, Tierarztbesuche, Futter, usw. Doch Herrchen und Frauchen zahlen dies gern. Studien belegen mittlerweile, dass die Investition in einen Hund auch gleichzeitig eine prima Gesundheitsvorsorge ist.

 

Fitness dank Hund

Der Hund bringt Herrchen und Frauchen auf Trab, denn er muss vor die Tür – egal ob es regnet, die Sonne scheint oder schneit. Das Gassigehen gehört zu den täglichen Routineaufgaben eines Hundebesitzers. Vor allem im Winter, wenn es morgens noch dunkel und kalt ist, ist es nicht immer ein Vergnügen. Doch das Gassigehen bei Wind und Wetter hält nicht nur fit, es stärkt auch die Abwehrkräfte. Eine Studie, die 2011 im Journal of Physical Activity and Health veröffentlicht wurde, belegt die größere Fitness von Hundehaltern. Von dieser positiven Wirkung profitieren vor allem junge und alte Menschen. Und noch etwas: Größere Hunde verleiten ihre Besitzer zu größeren Spaziergängen als kleine Hunde.

 

Stimmungsanzeiger Hund

Wenn ein Hund sich von seiner Umwelt zurückzieht, plötzlich mit unkontrolliertem Bellen anfängt oder ständig hungrig wirkt, dann ist dies nicht nur ein Anzeichen dafür, dass der Hund ein Problem hat sondern meistens auch der Halter. Wissenschaftler wollen die Hunde gezielt als Warnsystem bei älteren Menschen einsetzen. So arbeiten Forscher der Universität Newcastle an einem intelligenten Halsband. Zunächst soll es möglich sein, von außen damit das Verhalten der Tiere zu analysieren. Im nächsten Schritt ließe sich dann auch ermitteln, ob mit dem Halter alles in Ordnung sei.  

 

Hunde sorgen für mehr soziale Kontakte

Hunde sind nicht nur der beste Freund des Menschen. Sie sorgen auch für neue Freunde. Wissenschaftler bezeichnen sie daher gern als „soziale Katalysatoren“, denn dank eines Hundes kommt man sehr viel schneller mit anderen Menschen ins Gespräch. Gerade ältere Menschen tun sich mit neuen sozialen Kontakten schwer. Ein Hund kann hier viel schneller das Eis brechen und so Einsamkeit und Schwermut vorbeugen. Ganz nebenbei helfen Hunde aber auch Katzen dabei, Stress und Krankheiten leichter zu verarbeiten.

Mittlerweile setzen sogar Altenheime auf die Interaktion der Bewohner mit den Vierbeinern und laden speziell geschulte Besuchshunde ein. Viele Bewohner freuen sich die ganze Woche auf den tierischen Besuch. Die Hunde helfen, den tristen Alltag aufzulockern. Außerdem verringert sich in vielen Fällen nachweislich die benötigte Medikamentendosis.

 

Hunde sind wahre Spürnasen

Dass Hunde exzellent riechen können, lernt man spätestens in der Grundschule. Mittlerweile werden Hunde nicht nur als Suchhunde bei der Suche nach Verschütteten, nach Drogen oder Sprengstoff eingesetzt. Die Medizin hat sie derweil als Zielfahnder für allerlei Krankheiten entdeckt. Hunde können beispielsweise am Atem eines Diabetes-Patienten erkennen, ob ein Zuckerschock oder eine Unterzuckerung droht und rechtzeitig Hilfe holen. Speziell geschulte Hunde erschnüffeln Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs, indem sie gesundes von krebskrankem Gewebe unterscheiden. Sie haben dabei eine erstaunliche Treffsicherheit. Eine kleine Studie konnte bei Schilddrüsenkrebs eine 88 prozentige Treffsicherheit für die Vierbeiner nachweisen. Sie sollten bei noch nicht diagnostizierten Patienten den Schilddrüsenkrebs anhand von Urinproben erschnüffeln. Die Hoffnung der Wissenschaftler ist, dass sich eines Tages aus diesen Ergebnissen medizinische Tests entwickeln lassen.

 

Familienhund verhindert die Entstehung von Allergien

Viele Eltern stellen sich die Frage: Tut ein Hund kleinen Kindern gut oder ist er vielleicht sogar Ursache für ein erhöhtes Allergierisiko? Dass dem nicht so ist, konnten Studien nachweisen und so besorgte Eltern beruhigen. Eine Studie aus dem Jahr 2011 zeigt, dass Kinder mit einem erhöhten Risiko für Hundeallergien im Alter von vier Jahren seltener an Ekzemen oder Neurodermitis erkrankten, wenn sie im ersten Lebensjahr Kontakt zu einem Hund hatten. Weiterhin ist bekannt, dass gerade Kinder, die unter Ekzemen leiden, später auch eher Asthma oder Nahrungsmittelallergien entwickeln. Das Aufwachsen mit einem Hund könnte dieses Risiko somit ebenfalls reduzieren.

Allerdings muss erwähnt werden, dass die Studienlage noch nicht ganz klar ist und andere Studien zu anderen Ergebnissen kamen. Deswegen müssen weitere Forschungsaktivitäten erfolgen, bevor man endgültig die Empfehlung für Eltern aussprechen kann, sich einen Hund anzuschaffen oder die Katze in die Verbannung zu schicken, denn bei Katzen deuten die Studien daraufhin, dass es hier genau andersherum sein könnte.

 

Nichtsdestotrotz: Ein Hund ist gerade für ältere Menschen ein treuer Begleiter. Er lässt die Einsamkeit verschwinden, sorgt für ausreichend Bewegung und hilft, dem Tag eine sinnvolle Struktur zu geben. Damit ist er für die seelische Hygiene fast unersetzlich und eine echte Bereicherung – nicht nur rein gesundheitlich betrachtet.

 

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