Was sind Kinderkrankheiten?


Veröffentlicht am 24.02.2015 von Johanna

kinderkrankheitenAuch wenn der Name vielleicht Harmloses vermuten lässt, Kinderkrankheiten sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es handelt sich in der Regel um stark ansteckende Infektionskrankheiten, die schnell um sich greifen. Typischerweise treten Kinderkrankheiten wie Röteln, Mumps, Masern, Windpocken oder Scharlach bereits im Kindesalter auf. Nach der Infektion erwirbt man jedoch meist eine lebenslange Immunität, sodass die Krankheit nur selten erneut ausbricht. Haben Erwachsene in der Kindheit diese Immunität nicht erworben, so können sie auch im höheren Alter an einer Kinderkrankheit erkranken, sodass der Satz „Alter schützt nicht vor Kinderkrankheiten“ als Warnung aufzufassen ist.

Bildquelle: anitapeppers / morguefile.com
Kinderkrankheiten sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Auch Jugendliche und Erwachsene können daran erkranken. Hier ist vielfach sogar mit einem schwereren Verlauf zu rechnen.

 

Auslöser für Kinderkrankheiten sind meist Viren, die leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Vielfach steckt ein Kind in der Kindergartengruppe die anderen Kinder an. Es kommt teilweise zu juckenden Hautausschlägen. Bei einer Ansteckung durch Viren ist die moderne Medizin recht machtlos. Sie kann gegen die Erreger selbst nicht viel tun und allenfalls die Symptome wie Juckreiz und Schmerzen lindern, da Antibiotika nur bei bakteriellen Infektionen helfen.

Kinderkrankheiten können tödlich verlaufen und zu schweren Komplikationen führen

Kinderkrankheiten sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie können teilweise tödliche Komplikationen nach sich ziehen. So können beispielsweise die Masern zu Lungenentzündung, ja sogar zur Gehirnentzündung führen. Deswegen raten Ärzte und Hygieneexperten zur Impfung. Es ist eine Errungenschaft der modernen Medizin, dass es mittlerweile gegen viele Kinderkrankheiten gut verträgliche Impfstoffe gibt, die Schutz bieten. Kein Kind muss mehr an Diphterie oder Keuchhusten sterben. Gerade für Säuglinge ist Keuchhusten gefährlich, weil sich die Krankheit hier nicht mit dem typischen Husten manifestiert, sondern direkt zu Atemaussetzern führt. Lange Zeit galt zum Beispiel die Kinderlähmung als ausgerottet. Doch in den letzten Jahren beobachten Fachleute mit Sorge, dass durch die zunehmende Impfmüdigkeit immer wieder Ausbrüche beobachtet werden müssen. Impfmüde Eltern feiern lieber Masern-Partys, um ihre Kinder gezielt mit dem Erreger in Kontakt zu bringen. Durch eine bewusste Ansteckung soll die lebenslange Immunität erworben werden. Doch man kann eigentlich nur davor warnen. Denn jeder Erkrankte ist eine potentielle Gefahr für Menschen mit geschwächtem Immunsystem wie z. B. Säuglinge, Senioren oder chronisch Kranke. Gerade für Säuglinge besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko, da viele Impfungen zeitkritisch sind und nicht direkt nach der Geburt gegeben werden können.

Impfungen bieten Schutz

Auch Erwachsene sollten ihren Impfstatus überprüfen und gegebenenfalls mit ihrem Arzt über eine Auffrischungsimpfung reden. Bei Frauen mit Kinderwunsch ist auf jeden Fall eine Impfung gegen Röteln empfehlenswert, denn infiziert sich die werdende Mutter im Frühstadium der Schwangerschaft mit der Krankheit, so kann es zu schweren Missbildungen am Embryo kommen.

 

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