Pflanzen am Arbeitsplatz: Darf der Arbeitgeber ein Pflanzen-Verbot fürs Büro aussprechen?


Veröffentlicht am 19.02.2016 von Michael

pflanzen-im-bueroImmer wieder Diskussionsbedarf zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bieten Pflanzen am Arbeitsplatz. Darf ein Angestellter auf seinem Büroschreibtisch einen Dschungel installieren? Darf ein Vorgesetzter Pflanzen im Büro verbieten, obwohl allgemein bekannt ist, dass sich das Grün positiv auf das Raumklima und die Konzentrationsfähigkeit auswirkt? Fragen über Fragen, die den Büroalltag belasten können. Die trimeda-Redaktion hat nachgeforscht.

Bildquelle: PublicDomainPictures / pixabay.com
Grünpflanzen im Büro steigern die Kreativität und verbessern das Raumklima. Nur wenige Gründe sprechen für ein Pflanzenverbot im Büro.

 

Chef möchte Pflanzen im Büro verbieten. Darf er das überhaupt?

Ein Vorgesetzter hat grundsätzlich das Recht, über die Einrichtung des Büros zu bestimmen. Das schließt auch die Möglichkeit ein, dass Grünpflanzen am Arbeitsplatz verboten werden können. Auf dieses „Hausherrenrecht“ wird sich die Firma aber vor allem bei repräsentativen Bereichen wie dem Foyer oder Besprechungsräumen beschränken. Empfängt der Mitarbeiter jedoch auch in seinem Büro Kunden, können Zimmerpflanzen durchaus verboten werden. Der Fall tritt beispielsweise ein, wenn ein Angestellter hinter seinem Schreibtischdschungel fast nicht mehr zu erkennen ist. Das Büro ist schließlich ein Arbeitsort und kein Kleingarten. Die Funktion des Raumes als Arbeitsplatz wäre demnach gestört. Gegen ein oder zwei kleine Pflanze auf dem Schreibtisch wird jedoch kaum jemand etwas einwenden.

Anders sieht es teilweise in Großraumbüros oder in der Produktionsstrecke aus. Dort wo Maschinen bedient werden müssen, können Grünpflanzen die Sicherheit gefährden und sind daher aus arbeitsschutztechnischen Gründen zu entfernen. Konflikte am Arbeitsplatz lassen sich in Großraumbüros nicht immer vermeiden. Allergiker können auf Büropflanzen reagieren und deswegen sogar krankheitsbedingt ausfallen. Jede Firma ist natürlich bestrebt, solche Ausfälle zu verhindern und wird damit den Allergieauslöser verbannen.

Argumente für Pflanzen im Büro

Wer nicht in einem Großraumbüro oder dem Vorzimmer des Vorstandes sitzt und dort seiner Arbeit nachgeht, der hat gute Chancen, den Vorgesetzten von den positiven Aspekten von Grünpflanzen aufs Arbeitsklima zu überzeugen. Es gibt dann fast keine Argumente, die gegen die ein oder andere Topfpflanze im Büro sprechen. Das „Grünzeug im Büro“ punktet vor allem mit seinen positiven Effekten auf die Konzentrationsfähigkeit und die Arbeitsmoral. Wer nämlich auf grüne Pflanzen schaut, kann sich besser konzentrieren und ist motivierter. Das führt zu besseren Arbeitsergebnissen und mehr Output.

Die Pflanzen am Arbeitsplatz sind außerdem in der Lage, Umweltgifte aus der Luft zu absorbieren. So sorgen sie für ein besseres Raum- und Arbeitsklima. Die Grünpflanzen helfen außerdem bei der Umwälzung der Büroluft, indem sie Feuchtigkeit und Sauerstoff abgeben. Dieser Effekt der Lufterfrischung macht sich auch bei der Mitarbeitermotivation bemerkbar. In Büros mit Grünpflanzen herrscht im wahrsten Sinne des Wortes deutlich weniger dicke Luft, denn Pflanzen wirken nebenbei beruhigend und helfen beim Stressabbau. So sind die Mitarbeiter zufriedener und belastbarer.

Wohlfühleffekt dank Pflanzen am Arbeitsplatz

Natürlich brauchen Pflanzen im Büro und am Arbeitsplatz etwas Pflege. Sie müssen gegossen und hin und wieder auch zurückgeschnitten werden. Doch gerade diese kleinen Arbeitspausen helfen dabei, kurz abzuschalten, Kraft zu tanken und sich danach wieder mit voller Konzentration den anstehenden Aufgaben widmen zu können.

Büropflanzen sorgen ganz nebenbei auch für innovative Lösungen, denn der Blick auf das Grün, auf bunte Blüten oder filigranes Blattwerk wirkt sich positiv auf die Kreativität aus. Wer den Blick einmal weg von Schreibtisch und Tastatur schweifen lassen kann, findet so schnell neue und effektive Wege für den Arbeitsprozess.

Mit diesen gesammelten Argumenten sollten Sie Ihren Chef zügig davon überzeugen, Ihnen die Pflanze im Büro zu erlauben. Damit dürfte der grünen Verschönerung des Arbeitsplatzes nichts mehr im Wege stehen.

 

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