Krankheiten durch Haustiere: So schützen Sie sich


Veröffentlicht am 23.06.2015 von Alex

krankheiten-durch-haustiereKaum ein Herrchen oder Frauchen möchte auf das Haustier verzichten. Egal ob Hund, Katze, Maus oder Wellensittich: Die tierischen Begleiter werden als Bereicherung angesehen und machen viel Freude. Doch viele Tierhalter sind sich nicht immer des Risikos einer Krankheitsübertragung vom Haustier auf den Menschen bewusst. Forscher jedoch geben in der Fachzeitschrift The Canadian Medical Association Journal ein paar, einfache Tipps, die das Risiko beträchtlich minimieren, sodass einem Zusammenleben zwischen Mensch und Haustier nichts mehr im Wege steht.

Bildquelle: mcconnmama / pixabay.com
Es gibt ein gewisses Übertragungsrisiko von Krankheiten vom Haustier auf den Menschen. Doch wer sich des Risikos bewusst ist und ein paar einfache Hygieenregeln einhält, braucht keine Angst haben und kann das Zusammenleben mit dem tierischen Mitbewohner genießen. Die Vorteile eines Haustieres auf die Gesundheit überwiegen nämlich. Deswegen sollte niemand auf ein Haustier verzichten.

 

Forscher von der Ohio State University untersuchten in einer Metastudie 500 Studien weltweit im Hinblick auf das Krankheitsübertragungsrisiko vom Haustier auf den Menschen. Dabei fanden sie heraus, dass es am häufigsten zu Infektionen mit Salmonellen, Escherichia coli und Spulwürmern kommt. Vor allem ältere Menschen, Schwangere sowie Menschen mit einem angegriffenen Immunsystem (z. B. nach einer Organtransplantation, Chemotherapie oder schweren Operation) sollten folgende fünf einfache Verhaltensregeln verinnerlichen:

 

Einfache Hygieneregeln bieten effektiven Ansteckungsschutz

  • Nicht nur die Käfige, sondern alle Futter- und Schlafplätze der Tiere müssen in regelmäßigen Abständen gründlich gereinigt werden. Bei der Reinigung von Aquarien und Käfigen sowie dem Entfernen von Kot und Urin sollten Einmalhandschuhe zum Einsatz kommen. Von der allgemeinen Hygiene her versteht es sich eigentlich fast von selbst, dass das Katzenklo keinesfalls in den Wohnbereichen stehen darf, wo geschlafen, gegessen oder Essen zubereitet wird.
  • Nach dem Tierkontakt sollten die Hände immer gründlich gewaschen werden. Hierzu nicht nur Wasser nehmen sondern auch Seife verwenden und den Zwischenräumen zwischen den Fingern besondere Aufmerksamkeit widmen.
  • Vermeiden Sie den direkten Gesichtskontakt mit dem Haustier. Es mag zwar ein Zeichen der besonderen Zuneigung sein, wenn der Hund über das Gesicht schleckt oder Küsschen gibt – es ist dennoch unhygienisch. Von daher trainieren sie dem Tier so etwas gar nicht erst an.
  • Haben Ihre Kinder einen Sandkasten zum Spielen im Garten? Decken Sie die Sandkiste nach dem Spielen ab, damit diese nicht von Freigänger-Katzen als Katzenklo missbraucht werden kann.
  • Reptilien und Amphibien beherbergen in ihrem Verdauungstrakt Salmonellen, die ihnen bei der Verdauung helfen. Schildkröten, Schlangen, Frösche und Salamander tragen damit ein erhöhtes Ansteckungsrisiko in sich. Halter sollten daher nach dem direkten Tierkontakt erst Händewaschen und dann Händeschütteln.

 

Regelmäßiger Tierarzt-Besuch mit dem Haustier dennoch erforderlich

Auch wenn Haustiere ganz verschiedene Krankheitserreger in sich tragen können, sollte niemand auf ein Haustier verzichten, nur aus der Angst heraus vor einer möglichen Ansteckung. Denn Haustiere haben auch viele positive Eigenschaften, die unsere Gesundheit positiv beeinflussen. Sie sorgen für Kommunikation, beugen so Einsamkeit vor und reduzieren im Allgemeinen das Stresslevel. Die gegebenen Tipps bieten einen guten Schutz vor Ansteckung und selbstverständlich sollten Hund, Katze, Maus und Co regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt werden. Er sorgt nicht nur für den umfassenden Impfschutz, sondern kann auch Parasiten behandeln. Wer jedoch gefährdet ist, sollte vor der Anschaffung eines Tieres mit seinem behandelten Arzt, aber auch mit dem Tierarzt reden und isch beraten lassen, welches Haustier für ihn am besten geeignet ist.

 

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