Kalorienfalle Getränke: Dickmacher in flüssiger Form


Veröffentlicht am 23.07.2015 von Kim

kalorienfalle-getraenkeSüße Getränke machen einfach nicht satt, allerdings kann man ganz schnell dick davon werden. Also aufgepasst, denn viele rechnen Getränke-Kalorien nicht zur täglichen Kalorienaufnahme beim Essen mit ein. Das hat seinen Grund: Getränke sättigen nicht. Dennoch kann man sich mit Limo, Cola oder auch Säften eine gehörige Menge an den kleinen Wichteln namens Kalorien zuführen, die nachts die Kleidung enger nähen.

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Wer abnehmen möchte, sollte süße Getränke als absolute Kalorienfalle meiden. Sie treiben nur unnötig den Insulinspiegel hoch und verhindern damit den effektiven Fettabbau.

 

Viele Getränke enthalten mehr Kalorien als man denkt

Viele Getränke enthalten eine ordentliche Kalorienzahl. Nur als einige Beispiele seien hier Cola, Limo, Saft, Cappuccino, Bier oder Wein aufgeführt. So unterschiedlich die Getränke auch sein mögen, ihnen ist eines gemeinsam: Sie liefern uns Energie und haben damit Kalorien. Vor allem alkoholische Getränke schlagen in der Energiebilanz zu Buche. Sie kennen wohl auch den alten Party-Spruch „Sechs Bier ist wie ein Schnitzel, aber da hat man ja noch nichts getrunken.“ Da ist durchaus ein wahrer Kern dran. Generell jedoch sollte man auf regelmäßigen Alkoholkonsum verzichten, da übermäßiger Alkoholkonsum weder für den Körper noch für den Geist gut ist.

Wer allerdings auf seine Figur achtet und ein paar Kilos abnehmen möchte, sollte unbedingt sein Trinkverhalten unter die Lupe nehmen und die Kalorienfalle Getränke mit Wasser, ungesüßtem Tee oder Saftschorlen gekonnt umschiffen.

 

Süße Getränke sind keine Sattmacher dafür aber echte Dickmacher

Mit Getränken kann man sich zwar jede Menge Kalorien zuführen, jedoch tritt kein langanhaltender Sättigungseffekt ein. Denn dafür entscheidend ist letztlich die Essensmenge und ihr Verbleib im Magen. Das Essen sorgt für eine Dehnung der Magenwand. Ist der Bauch voll und die Magenwand gedehnt, so erfolgt ein Reiz auf den Vagus-Nerv. Er signalisiert dem Gehirn „Wir sind satt. Bitte Nahrungsaufnahme für die nächste Zeit einstellen“.  Der Hypothalamus im Zwischenhirn setzt daraufhin die entsprechenden Botenstoffe frei. Auch Flüssigkeiten dehnen die Magenwand und können so bei akuten Heißhungergelüsten das Gehirn für kurze Zeit austricksen. Allerdings verbleiben Flüssigkeiten nicht allzu lange im Magen. Sie werden mit ca. 25 ml pro Minute durchgeschleust. Das heißt aber auch, dass ein halber Liter Getränke innerhalb von 20 Minuten durch den Magen geht und so den Appetit für maximal 30 Minuten dämpft.

Wer jetzt viel Saft, Cola oder Limonade zu sich nimmt, hat zwar ordentlich Kalorien auf der Habenseite getankt, er hat aber nichts Sattmachendes im Magen. Deswegen isst er auch nicht weniger. Weitere Gefahr durch die flüssigen Dickmacher droht auch am Ende eines üppigen Mahles. Obwohl wir so satt sind wie im Märchen vom Tischlein-Deck-Dich („Ich bin so satt, ich mag kein Blatt“) und garantiert nicht eine zusätzliche Kalorien in Form eines Bissens mehr herunterbringen würden, ein Schluck „Getränk“ geht immer. Man isst zwar auf Feiern oder im Restaurant nicht den kompletten Abend durch, aber man trinkt ständig etwas. Das muss nicht immer Bier und Wein sein. Auch ein Orangensaft oder ein Mitternachtskaffee machen sich in der Kalorienbilanz in der Summe bemerkbar.

 

Die Kalorienzahl von Cola, Saft und Kaffee überrascht

Immer mehr Menschen nehmen flüssige Kalorien nicht bewusst wahr und so werden sie ganz schnell zu echten Dickmachern. Wer allerdings für das Thema sensibilisiert ist und einen Tag lang verfolgt, wie viele Kalorien er tatsächlich über Getränke zu sich nimmt, wird verstehen, warum Experten genau an dieser Stelle Alarm schlagen.

Ein paar Beispiele für Getränke als Kalorienfalle gefällig?

Nehmen wir Saft. Saft ist gesund, denn er stammt meist von Obst und enthält viele Vitamine. Hätten Sie allerdings gedacht, dass er in punkto Kalorienzahl recht locker mit Cola oder Limonade mithalten kann?

Ein beliebtes Getränk ist auch der tägliche Wachmacher „Kaffee“. Ein halber Liter Latte Macchiato, bereits mit fettarmer Milch zubereitet, trägt mit 200 Kilokalorien zur täglichen Energiebilanz bei. Das mag jetzt zunächst auch noch nicht nach allzu viel klingen. Rechnet man die Zahl jedoch aufs Jahr hoch, kommt man auf das Potential von 10 Kilogramm zusätzliches Fettgewebe.

Immer mehr Menschen neigen dazu, dass sie über die Getränke allein so viele Kalorien zu sich nehmen, dass sie damit locker eine komplette Hauptmahlzeit ersetzen könnten bzw. müssten. Ein erster Schritt hin zu einem gesünderen Leben machen Sie daher, wenn Sie Ihr Ess- und Trinkverhalten genauer analysieren und bei Getränken nach kalorienärmeren Alternativen suchen. Für Viele, die ständig süß gewöhnt sind, mag Wasser oder ungesüßter Tee zunächst nicht die Geschmacksexplosion sein, aber der Körper gewöhnt sich recht schnell um. Wer trotz aller Gesundheitsbedenken den vollen, süßen Geschmack in seinen Getränken haben möchte, sollte zumindest die Light- oder Zero-Limonaden bevorzugen. Gegen diese Getränke gibt es eine Reihe von Vorurteilen, z. B. dass sie den Appetit auf Süßes verstärken würden oder dass man dadurch mehr Heißhunger entwickelt. Studien konnten diese Thesen nicht belegen. Wer auf die Vitamine im Saft schwört, kann diesen mit Wasser mischen und als Saftschorle trinken. Bei einem Mischungsverhältnis von drei Teilen Wasser zu einem Teil Saft, ist die Kalorienzufuhr in akzeptable Bereiche gedrückt.

 

Süße Getränke erhöhen den Insulinspiegel und verhindern damit den Fettabbau im Körper

Am besten jedoch ist und bleiben Wasser sowie ungesüßte Tees. Mit ihnen umgeht man die Kalorienfalle Getränke und die damit verbundenen Probleme, denn kalorienhaltige Getränke bringen noch ein weiteres Gesundheitsproblem mit sich: Wird dem Körper Zucker zugeführt, beginnt die Insulinausschüttung im Körper. Das Hormon sorgt dafür, dass der Zucker in Form von Glukose in den Zellen ankommt. Damit wird der Blutzuckerspiegel auf einem konstant hohen Niveau gehalten. Doch Insulin regelt nicht nur den Zuckerstoffwechsel sondern den kompletten Energiestoffwechsel. Insulin fördert nämlich auch den Fettaufbau und blockiert somit den Fettabbau. Übergewichtigen Menschen fällt es daher besonders schwer, überhaupt Fett abzubauen, da ein höheres Körpergewicht in der Regel auch mit einem höheren Insulinspiegel einhergeht.

Bei zuckerhaltigen Getränken geht der Zucker direkt ins Blut. Der Insulinspiegel schnellt also in die höher und führt sicherer sogar als feste, kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu Insulinspitzen. Selbst mit kleinen Mengen flüssiger Kalorien wird der Insulinspiegel ständig hoch gehalten –  und somit der Abbau von Fettgewebe über längere Zeiten blockiert. Da können wir selbst über mehrere Stunden nicht essen, der Körper wird seine Fettdepots nicht anrühren, solange man immer wieder zu kalorienhaltigen Getränken greift. Und satt ist man da eben noch lange nicht.

 

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