Gewichtszunahme bei Antidepressiva lässt sich leicht vermeiden


Veröffentlicht am 19.08.2015 von Kim

gewichtszunahme-bei-antidepressivaAls Nebenwirkung der Antidepressiva kann es einer Erhöhung des Gewichtes kommen. Vor allem Frauen schrecken davor zurück und verzichten lieber darauf, Medikamente gegen Depressionen zu nehmen und somit auf Hilfe, die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Doch gerade Apotheker können hier aufklären und Ängste abbauen. Denn wer um das Risiko weiß, kann recht einfach Strategien ergreifen, dass es eben nicht zur Gewichtszunahme kommt. Gerade bei Depressionen bei Frauen kommt dem Apotheker daher eine große Rolle im Hinblick auf die Therapie-Sicherheit bei Arzneimitteln zu.

Bildquelle: RyanMcGuire / pixabay.com
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Kein Erkrankter sollte die Therapie mit Antidepressiva ablehnen oder abbrechen, nur weil eine mögliche Nebenwirkung der Medikamente eine Gewichtszunahme ist. Es gibt viele Strategien, dei Zunahme des Körpergewichts erfolgreich zu verhindern und durch die erfolgreiche Therapie die Depressionen zu besiegen.

 

Doch warum ist die Gewichtszunahme eine häufiger beobachtete Nebenwirkung von Antidepressiva? Die Erklärung ist recht einfach. Die Medikamente gegen Depressionen greifen aktiv in die Prozesse im Gehirn ein und aktivieren bestimmte Botenstoffe während andere reduziert werden. Das greift letztlich auch in den feinjustierten Mechanismus zur Regulation des Appetites ein.

 

Antidepressiva regen den Appetit an und fördern dadurch die bewusste und unbewusste Kalorienaufnahme

Ein Symptom von Depressionen ist beispielsweise die Appetitlosigkeit, worauf hin der Patient weniger isst und deswegen an Gewicht verlieren kann. Begibt sich der Betroffene in Therapie und nimmt Antidepressiva, kehrt sehr oft auch der gesunde Appetit zurück. Die Depressionen werden weniger, die Körperfülle dafür mehr. Die Gewichtszunahme jedoch liegt nicht daran, dass die Medikamente dem Körper zusätzliche Kalorien zuführen, sondern sie ist einzig und allein dem veränderten Essverhalten zuzuschreiben. Wer das allerdings weiß, dem fällt es wesentlich leichter auf sein Gewicht zu achten und notfalls frühzeitig gegenzusteuern. Das beginnt bereits bei der Zusammenstellung des Speiseplans.

Einige Wirkstoffe, die Antidepressiva enthalten, führen außerdem zu Mundtrockenheit. Die Folge ist, die Patienten trinken mehr. Das ist eigentlich noch nichts schlimmes, doch unter der Therapie entwickeln viele Erkrankte eine Vorliebe für süße Getränke. Genau das aber sind die heimlichen Dickmacher und Kalorienfallen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

 

Wer die Nebenwirkungen kennt, kann Vorkehrungen treffen und auf kalorienärmere Alternativen ausweichen

Wer diesen Mechanismus kennt, kann sich bewusst für die Light Variante von Limo und Cola entscheiden oder komplett auf Wasser umsteigen. Durch das gezielte Umschiffen dieser Kalorienfalle, bleibt die Gewichtszunahme dann sehr oft aus.

Für Betroffene, die erstmalig eine Therapie zur Behandlung ihrer Depressionen machen, ist es ebenfalls wichtig zu wissen, dass die Medikamente erst zeitverzögert wirken. Die depressionslösende Wirkung setzt meist nach zwei Wochen ein. Die Nebenwirkungen bekommt man jedoch unmittelbar zu spüren. Viele Patienten beginnen dann an der Therapie zu zweifeln und brechen frühzeitig ab. Auch das Ende eine Therapie mit Antidepressiva sollte mit Arzt und Apotheker abgesprochen werden. Meist ist es nicht ratsam, von heute auf morgen die Arzneimittel komplett abzusetzen. Ein abruptes Absetzen kann zu Unruhe, Schwindel und Übelkeit führen. Ein langsames Ausschleichen der Dosis ist daher sehr oft die bessere Strategie, denn damit lassen sich auch die Nebenwirkungen deutlich verringern.

 

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