Fast-Food nach dem Sport genauso gut wie Sport-Drinks


Veröffentlicht am 31.08.2015 von Nico

fast-food-energieriegeln-ebenbuertigSportler kennen das: Nach dem Schinden beim Ausdauertraining verspürt man eine unbändige Lust, am nächsten bekannten Fast-Food-Tempel kurz einzukehren. Natürlich verkneift man es sich. Zur Belohnung für so viel Disziplin gönnt man sich nach dem Training ein isotonisches Sportgetränk, einen Energieriegel oder einen Eiweiß-Shake, um die Energiereserven wieder aufzufüllen.

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Nach dem Sport muss man nicht unbedingt zu speziell auf Sportler abgestimmte Nahrungsmittel wie Protein-Shakes, Energieriegel oder Sportgetränke greifen. Selbst Fast-Food füllt die Energiespeicher genauso effizient auf.

 

Eine neue Studie zeigt, dass man ohne Reue den Abstecher in den Fast-Food-Tempel riskieren kann. Denn eine kleine Portion Fast Food nach einem anstrengenden Training ist genauso gut wie die Energieriegel oder teure Sportgetränke.

 

Körpereigene Energiedepots direkt nach dem Training aufladen

Es macht Sinn, nach einem sehr intensiven Training die körpereigenen Energiedepots direkt aufzuladen. Am besten geeignet sind dafür Kohlenhydrate. Sportler greifen direkt nach dem Training gern zu besonderen Nahrungsergänzungsmitteln, die mit „Sport“ gelabelt sind: Energieriegel, Eiweißshakes oder Sportgetränke. Diese sind jedoch nicht gerade preiswert und gehen daher schnell ins Geld.

Doch schnell verfügbare Energie kann der Körper durchaus auch aus Burger und Pommes beziehen. Das konnten kürzlich Untersuchungen von Forschern aus Montana (USA) belegen. Dafür hatten sie im Rahmen einer kleinen Studie Radfahrer untersucht. Die Sportler ernährten sich nach dem Training ganz unterschiedlich. In ihren Blut- und Gewebeproben fanden die Forscher dagegen keine Unterschiede bei den Blutzucker- und Insulinwerten. Die Energiespeicher erholten sich ebenfalls gleich schnell. Die kleine Studie erschien in der Fachzeitschrift International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism. Die Forscher konnten hier auch belegen, dass sich die unterschiedliche Ernährungsweise nach dem Training nicht auf die Leistungsfähigkeit der Radfahrer auswirkte. Dies wurde nämlich mit einem Zeitfahren gemessen. Die Fast-Food-Esser schnitten hier nicht schlechter ab als die anderen Fahrer. Fast Food kann also durchaus die Muskeln mit viel Energie versorgen – genauso wie es die teuren Nahrungsmittel für Sportler tun. Die Wissenschaftler betonen allerdings, dass es sich keinesfalls um Riesenportionen an Burgern und Pommes gehandelt hat. Der Versuchsaufbau wurde von den Forschern genauestens überwacht und reglementiert.

 

Für den Körper gilt: Zucker ist Zucker und Energie ist Energie

Zunächst mussten die elf Radfahrer 90 Minuten kräftig in die Pedale treten, um die Kohlenhydrat-Speicher zu entleeren. Danach waren vier Stunden Erholung angesagt bevor die Radsportler ein Zeitfahren über die Distanz von 20 Kilometern zu bewältigen hatten. Der Versuch wurde zweimal wiederholt. Es änderte sich lediglich die Nahrungsmittelversorgung in der Pause. Einmal bekamen die Radfahrer spezielle Sportgetränke und Powerriegel zu essen. Das andere Mal „spendierten“ die Forscher in der Erholungsphase Fast Food: Hash Browns (amerikanische Kartoffelpuffer), Pommes, Burger und Cola. Im Verlauf der Studie wurden in regelmäßigen Abständen den Sportlern Blut- und Gewebeproben entnommen.

 

Gute Nachrichten also für alle Sportler: Wer nach einem anstrengenden Training Appetit auf Fast Food verspürt, darf diesem Drang durchaus ab und an nachgeben, wenn er dafür den Energieriegel und das Sportgetränk weglässt. Bekanntlich macht die Dosis das Gift. Für den Körper gilt: Energie ist Energie.

 

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