Broken-Heart-Syndrom: Gefahr am Valentinstag


Veröffentlicht am 12.02.2016 von Alex

broken-heart-syndrom-valentinstagGroßer Liebeskummer kann das Broken-Heart-Syndrom auslösen. Nicht jede Beziehung wird den bevorstehenden Valentinstag überstehen, sodass am 14. Februar auch mit einem vermehrten Auftreten des Broken-Heart-Syndroms zu rechnen ist.

Bildquelle: chadkrue17 / pixabay.com
Starker Liebeskummer am Valentinstag kann zum Broken-Heart-Syndrom führen.

 

Das Broken-Heart-Syndrom ist eine von der Psyche ausgelöste Erkrankung. Übersetzt heißt sie „zerbrochenes Herz“. Schwere Trauer und großer emotionaler Stress hat für den Körper Folgen, die den Symptomen eines Herzinfarkts ähneln. Das klingt zunächst gefährlich. In der Regel bilden sich die Beeinträchtigungen innerhalb von Tagen und Wochen von alleine komplett zurück.

Die Stress-Kardiomyopathie ähnelt zunächst einem Herzinfarkt

Im Medizinerdeutsch gesprochen ist das Broken-Heart-Syndrom eine Stress-Kardiomyopathie, die bei schweren Verlusten, Trennungen und großen, psychischen Belastungen auftreten kann. Wie beim Herzinfarkt krampft sich das Herz zusammen, was zu Brustschmerzen und einem Engegefühl führt. Der Auslöser ist eine Verengung der Herzkranzgefäße aufgrund des Stresses, aber zum Glück keine verstopfte Ader. Jedoch wird auch so die Durchblutung des Herzmuskels beeinflusst und gebremst. Die Folgen sind spürbar, aber in der Regel nicht lebensbedrohlich.

Gefährdet sind all jene Menschen, die von jetzt auf gleich in eine existenzielle Not geraten z. B. weil plötzlich der Lebensgefährte verstorben ist und damit die ganze Existenz ins Wanken gerät. Auch die Diagnose einer Krebserkrankung, heftige Streitereien und fortgesetztes Mobbing können zu den bekannten Symptomen führen.

Broken-Heart-Syndrom am Valentinstag

Erstmalig beobachteten Mediziner aus Japan das Broken Heart Syndrom bei älteren Frauen, die den Tod ihres Mannes verarbeiten mussten. Die linke Herzkammer sah aus wie ein in Japan zum Tintenfisch-Fang verwendetes Tongefäß, das unten kugelig ist und einen schmalen Hals besitzt – das Takotsubo. Nach ihm wurde das Syndrom demzufolge zunächst benannt.

Was führt zu solchen Veränderungen am Herzen? Beim Broken-Heart-Syndrom verengt sich aufgrund des Stresses die Hauptschlagader. Die Folge: Das Blut kann so nicht mehr richtig abfließen. Dadurch beult sich die Herzspitze aus. Experten schätzen, dass ca. zwei Prozent der Patienten mit akuten Durchblutungsproblemen des Herzens ein Broken-Heart-Syndrom aufweisen. An besonders streitanfälligen Tagen im Jahr wie Weihnachten, Silvester oder dem Valentinstag kann die Quote auch höher liegen.

Liebeskummer kann wirklich wehtun

Liebeskummer ist zwar seelisch bedingt, kann den Körper aber auch physisch beeinflussen. Betroffene berichten von Herzschmerzen, Bauchschmerzen und Verspannungen. Schlaflosigkeit und innere Unruhe führen zu eingeschränkter Leistungsfähigkeit und schwächen das Immunsystem.

Experimente zeigten, dass bei seelischem Schmerz aber auch bei sozialer Zurückweisung im Gehirn ähnliche Regionen aktiviert werden wie beim körperlichen Schmerz.

 

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